Satzung in der Schüler_innenvertretung

Um wirklich aktiv bei den Konferenzen und anderen Entscheidungen der Schule mitzuwirken, ist es für eine Schüler_innenvetretung sehr sinnvoll eine Satzung, also eine Art Verfassung, zu schreiben, in der Ihr den Modus euer Arbeit festhaltet.
In dieser Satzung werden alle Untergruppierungen mit ihren Handlungsmöglichkeiten festgehalten. Durch eine solche Satzung habt ihr als Schüler_innenvertreter_innen erstens die Möglichkeit die Regeln, denen die Arbeit in der SV unterliegt umzuformulieren und so zum Beispiel eine Teilnahme an der SV für nicht-gewählte und interessierte Schüler_innen zu ermöglichen, sodass eure Schüler_innenvertretung nicht aus vielen beliebten, aber unmotivierten Klassensprecher_innen besteht, sondern aus aktiven und engagierten Schüler_innen. Außerdem bietet euch die Satzung weitere Vorteile im Konflikt mit der Schulleitung oder Lehrkräften. Wenn euch zum Beispiel das Stimmrecht auf der Schulkonferenz verboten wurde, weil es heißt, dass nicht die gewählten Mitglieder der Konferenz sitzen, sondern andere engagierte Schüler_innen, die ebenfalls in der Schule aktiv sind, dann könnt Ihr euch auf eure Satzung berufen, die euer Handeln erlaubt, da sie erst durch die Zustimmung der Schulleitung in Kraft tritt.
Um eine Satzung zu formulieren, der die Schulleitung zustimmt, ist es notwendig sich mit dem Schulverwaltungsgesetz vertraut zu machen. Alternativ dazu besteht die Möglichkeit, sich zum Beispiel Unterstützung von anderen Schüler_innenvertretungen zu holen, die diesen Schritt zur effektiven SV-Arbeit bereits getan haben.
Zusätzlich ist die Gesamtschüler_innenvetretung ein weiterer Anlaufpunkt für Unterstützung und Fragen im Umgang mit dem Bremer Schulverwaltungsgesetz.

Freerk Huisken über die Frage: “(Wie) Ist ein Systemwechsel in Bezug auf Schule möglich?”

Am Mittwoch, den 16.11. wird Freerk Huisken von der Bremer Universität ab 20 Uhr in der Friese (Friesenstraße 124) einen Vortrag zu der Frage “(Wie) Ist ein Systemwechsel in Bezug auf Schule eigentlich möglich?” halten. Es wird auch die Möglichkeit geben, selber über das Thema zu diskutieren!

Kommt alle!

Schulstreik!!!

http://schulstreik-bremen.tk – 15.11. 12:00 Uhr am HBF

Am Dienstag, den 15. November wollen wir zusammen unseren Unterricht bestreiken! Denn so wie es jetzt läuft kann es nicht weitergehen. An einem Bildungssystem, in dem kein Geld steckt soll noch welches gespart werden. In einem Demokratie freien Raum, werden Schüler_innen weiter bevormundet und in einer Schule in der wir nichts mehr lernen können, sollen, in der neuen E-Phase, Schüler_innen unter schlechtesten Bedingungen auf ihr Abitur vorbereitet werden.

Es ist unglaublich, was hier in der Bildungspolitik abgeht! Die Pleite Bremens wird auf dem Rücken von uns ausgetragen. Doch nicht nur das, auch völlig sinnlose Projekte wie die neue E-Phase werden eingeführt, mit der einzigen Begründung, dass es das in anderen Bundesländern auch schon gibt. Die neue E-Phase heißt, dass Schüler_innen der 9.Klasse ihre Kurse alle anwählen müssen, doch in der E-Phase noch keinen Unterricht in diesen Fächern bekommen und weiterhin in der Klasse unterrichtet werden. Sie können also nicht unter realen Bedingungen sehen, wie eine Kursoberstufe funktioniert und werden dann, wenn es ums Abi ins kalte Wasser geworfen.

Immer wieder fordern wir auf den Schulstreiks aufzustehen! Denn durch dieses Schulsystem, das zur Zeit nicht funktioniert, werden nicht nur Menschen in gut und schlecht sortiert, sondern auch schon die Zukunft jedes Menschen in gut und schlecht sortiert wird.

Es ist wichtig sich all diesem Scheiß zu widersetzen. Ob mit den Schulbesetzungen des Schüler_innen-Kollektivs „Fort Bildung“ oder diesem Schulstreik, den wir im Zusammenhang mit dem Bundesweiten Bildungsstreik und den „Global Weeks of Action for Education“ sehen.

Komm zum Schulstreik! Vernetze dich mit anderen Schüler_innen und zeige deinen Protest, gegen die betriebene Selektion und für mehr Demokratie! Zeige Solidarität mit Protesten auf der ganzen Welt!

Die Daten:
Dienstag, den 15.11. um 12:00 Uhr am Hauptbahnhof – http://schulstreik-bremen.tk

Kommt Donnerstags zu den Sitzungen der GSV um 16:30 Uhr (Schmidtstraße 10)

Kommt zu den SV-Sitzungen an eurer Schule und mischt euch in das Geschehen ein!

Kommt Mittwochs um 17:00 Uhr oder Samstags um 15:00 Uhr zu den Plena von Fort Bildung in der GSV (Schmidtstraße 10)

Schule denen, die drin lernen!

Bei „Fort Bildung“ beschäftigen wir uns mit tagesaktuellen Problemen, wie den diesen Sommer beschlossenen Stundenkürzungen und bieten hierfür konkrete Lösungsansätze. Wir denken nicht kurzfristig, sondern versuchen das Aufkommen von Interessenskonflikten, wie dem aktuell spürbaren zwischen den Schüler_innen, Lehrer_innen und Eltern auf der einen, der Behörde und Politik auf der anderen Seite, welche erst im Nachhinein entstehen, zu unterbinden. Dies wäre wesentlich demokratischer, wenn die Betroffenen in der Deputation bereits in die Entscheidungsfindungsprozesse – welche vor dem Beschluss stattfinden – miteinbezogen werden. Obnundurchdie diesjährigen Lehrerstundenkürzungen entstanden, oder durch die Haltung der Politik, die Bildung in Bremen zu vernachlässigen, um im Haushalt einzusparen, konkrete Probleme finden sich überall. Kurse werden einfach gestrichen, obwohl 20 Schüler diesen gerne wahrnehmen möchten und sich eventuell auch in dem Schulfach prüfen lassen möchten, Anwahlen haben, Leistungskurse werden gemeinsam mit Grundkursen unterrichtet, als Huckepackkurse bezeichnet, Fächer werden monatelang, teilweise ein Halbjahr oder länger nicht unterrichtet, da Lehrerkapazitäten fehlen, um den Ausfall anderer Lehrkräfte zu kompensieren, Kurse oder Profile sind so überfüllt, dass sie über die Grenze des erträglichen für Lehrkräfte und Schüler hinausgehen, dass es an Stühlen und Tischen mangelt, die Fensterbank als Sitz- und Schreibgelegenheit herhalten muss, dass die Luft in den Räumenunerträglich ist und die Fenster von der Lehrkraft nicht zu öffnen, um hier nur ein Paar der von uns gesammelten Kritikpunkte an den Lernbedingungen zu nennen. Wir beschäftigen uns aber nicht nur mit dem Eingehen auf konkrete bildungspolitische Beschlüsse, durch das politische Engagement in einem bestimmten
Themenbereich bilden sich auch Ideale, und diese Ideale sind der Grundbaustein des Denkens und des Handelns. Das Kollektiv „Fort Bildung“ versucht auf Basisdes lebendigen Pluralismus diese Ideale zu gemeinsamen Forderungen und Vorstellungen zusammenzufassen. Eine wichtige Erkenntnis, die wir im Kollektiv machten, war, dass politische Forderungen nichts anderes als Verbesserungsvorschläge und Kritik an Bestehendem sind, und doch bereits in ihrem Grundsatz differieren. Es gibt Forderungen, die sich dem bestehenden System anpassen und realpolitisch zu betrachten sind, und welche, die vollkommen unabhängig von der aktuellen politischen Landschaft Ideale konkretisieren. Beides findet sich in unseren Forderungen wieder – und beides besitzt auch seinen Stellenwert – mit gutem Grund.
Von Paul Kreiner aus dem Kollektiv Fort Bildung

Die “Utopie eines Schulsystems”

Von einem Schüler bei Fort Bildung über ein neues Schulsystem

In den letzten 2 Monaten hat sich das neue Schüler_innenkollektiv „Fort Bildung“ gegründet. Nachdem der Aufhänger für die protestierenden zunächst die Stundenkürzungen waren, beschäftigt sich das Kollektiv mittlerweile immer mehr mit dem Thema Schule allgemein.
Hauptkritikpunkte an dem bisherigen Schulsystem sind aus Sicht des Kollektivs sowohl die frühe Notengebung, die komplett verschiedene Leistungsbereiche verallgemeinert bewertet, als auch der starre Stundenplan, bei dem die Schüler_innen allenfalls noch entscheiden dürfen, welchen Wahlpflichtkurs/AG sie belegen. Alles Weitere wird von den Lehrenden entschieden, obwohl längst bekannt ist, dass Menschen nur lernen, was sie interessiert.

Diese und einige weitere Kritikpunkten haben die Schüler_innen lange ausgearbeitet, und auch Lösungen/Änderungsvorschläge entwickelt. Da aber sehr schnell klar wurde, dass sich diese Lösungsvorschläge nicht mit dem bestehenden System und der Schule als Vorbereiterin für den Arbeitsmarkt vereinen lassen, wurde angefangen, die Lösungsvorschläge in einer Art neuem Schulsystem zusammenzufassen, in dem direkte Verbesserungsmöglichkeiten aufgezeigt werden sollen. Diskutiert wird zurzeit der Vorschlag, dass die Grundschule auf sechs bis sieben Jahre erweitert wird, und anschließend ein Kurssystem eingeführt wird, in dem es eine breite Auswahl an Kursen mit unterschiedlich hohen Anforderungen geben soll. Die Kurse sollen dann in beliebiger Kombination mit beliebiger Schwierigkeit jeweils für ein halbes Jahr gewählt werden können. Es ist durchaus möglich bei einer erhöhten Schwierigkeit einzusteigen, ohne die vorherigen Kurse absolviert zu haben. Auch können Schüler_innen einen Kurs ein zweites Mal belegen. Um dem Notensystem möglichst weitgehend entgegenzutreten gibt es außerdem den Vorschlag, dass von Seiten der Arbeit gebenden eine individuelle Prüfung der Fähigkeiten stattfindet, die für den entsprechenden Beruf notwendig sind. So soll vermieden werden, dass Bereiche, die für den gewünschten Beruf vollständig irrelevant sind, dennoch (für das Abitur) geprüft und gelernt werden müssen.

Bericht aus dem Schüler*innenkollektiv Fort Bildung

Das Gymnasium an der Hamburgerstraße ist besetzt.
Nachdem die Bildungsbehörde in Bremen die Lehrstundenkürzungen kurz vor den Sommerferien angekündigt hat, gab es immer wieder Protestaktionen, wie etwa Streiks, Demonstrationen, spontane Versammlungen und Flashmobs. Wir haben mit Eltern und Pädagog*innen zusammen das “Bremer Bündnis für Bildung” gegründet, und viele weitere Aktionen geplant, durchgeführt und unterstütz.
Nun besetzen ca. 150 Schülerinnen und Schüler das Gymnasium an der Hamburger Straße und bringen so ihre Empörung über die Streichungen an Bildung und Zukunft zum Ausdruck. Nachmittags- um keinen Unterricht zu stören- werden Diskussionsrunden, Workshops und alternative Unterrichtsstunden angeboten und alle sind entschlossen zu bleiben.
Die Grundregeln:

Keine Gewalt! Keine Drogen!
Keine Zerstörung/Vermüllung!
Es wird kein Unterricht blockiert!
Alle sind für alle(s) verantwortlich!
Wir sind offen für alles + jede Unterstützung!
Es gibt keine Zwang!
WIR SIND FRIEDLICH!

Die Bildungsbehörde will sich nun der Verantwortung ihrer Entscheidungen und dieser Besetzung entziehen und versucht diese auf die Schulleitung des Gymnasiums an der Hamburger Straße abzuwälzen. Für die Schüler*innen ist hingegen klar: Der Protest richtet sich nicht gegen diese Schulen oder Schulleitung, sondern gegen die vom Senat für Bildung und Wissenschaft beschlossenen Kürzungen und allen politischen Verntwortlichen.

Die GSV Bremen freut sich über das Engagement der Besetzer*innen!                           Alle Bestzer*innen freuen sich über Besuch!

Koordinierungstreffen für alle Schüler*innen im Zuge der Stundenkürzungen

Liebe SVler*innen, Liebe Schüler*innen,
Wie ihr sicher mitbekommen habt, wurden uns Schülern_innen vor den Sommerferien die Stunden gekürzt, und das obwohl wir im Zuge der G8 Reform schon in wenig Zeit viel lernen müssen. Aus diesem Grunde hat sich die GSV-Bremen (Gesamtschüler*innen Vertretung) dazu entschlossen, das BBB (Bremer Bündnis für Bildung) mit dem ZEB (Zentralen-Eltern-Beirat), und mit der GEW (Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft) zu gründen.

Doch wir wollen nicht nur sitzen und diskutieren, sondern auch streiken und protestieren! Um uns über die aktuellen Stundenkürzungen auszutauschen, und dabei auch noch Aktionen gut planen, koordinieren und durchführen zu können, bitten wir alle interessierten Schüler*innen und SVler*innen am 8.09.2011 um 16 Uhr in die GSV-Bremen, Schmidstraße 10 zu kommen.

Wir freuen uns auf zahlreiches Erscheinen,

Eure GSV-Bremen

P.S. Wenn bei euch aufgrund dieser Veranstaltung Stunden ausfallen müssen, dann besteht die Möglichkeit in der GSV eine Entschuldigung zu erhalten !

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Sommerpause

ENDLICH FERIEN!!!
Doch auch die GSV macht jetzt eine Sommerpause.
Es finden während der Sommerferien keine Vorstandssitzungen statt, und auch die Öffnungszeiten für das Büro entfallen.

Wir starten nach den Ferien mit der offenen Vorstandssitzung am Donnerstag, den 17.8. ganz normal um 16:30 Uhr in der GSV. Alle interessierte sind herzlich eingeladen vorbeizuschauen!