Bildungsstreik am 19.11.15 – FAQs

„Wie kann eine Grenze kein Zaun sein?“
Stell dir mal vor, du hast den Grenzzaun überwunden, und glaubst, dass du jetzt alle Grenzen zwischen dir und einem sicheren Leben überwunden hast nur um dann gegen eine Mauer aus Bürokratie zu rennen, die dich von all dem trennt, was genau diese Sicherheit ausmacht: ein Zuhause und die Möglichkeit dir eine Perspektive aufzubauen. Und selbst, wenn du diese hinter dir lassen konntest hast steht zwischen dir und deinen Mitmenschen immer noch eine Barrikade aus Unverständnis und Angst vor dem Fremden.

„Aber den Flüchtlingen geht es hier doch gut!“
Glaubst du, es würde dir gut gehen, wenn nicht nur deine Zukunft, sondern auch deine Gegenwart auf dem Spiel steht, und du nichts tun könntest, um das zu ändern?

„Warum gerade ein Bildungs-Streik zu dem Thema?“
1. Weil Bildung immer eine Perspektive schafft, und auch Geflüchtete das Recht verdienen diese hier in Anspruch zu nehmen.
2. Fremdenhass basiert auf Unwissenheit und deshalb wollen wir den Tag nutzen um auf die Verantwortung aufmerksam zu machen, die Bildungseinrichten, für eine wissensbasierte Meinungsbildung junger Menschen haben. Bildung fördert Verständnis!

„Wir sind doch alle tolerant!
Der gesellschaftliche Rassismus zeigt sich in unzähligen Situationen des alltäglichen Lebens. Nicht nur, dass Menschen immer noch öffentlich diskriminiert oder angefeindet werden, oft passieren rassistische Handlungen viel versteckter. Zum Beispiel existiert keine Chancengleichheit zwischen allen Bewerben auf dem Wohnungs- und Arbeitsmarkt, somit werden Menschen aus rassistischen, vorurteilsbehafteten Gründen stark benachteiligt. In vielen Alltagssituationen ist außerdem die Offenheit, auf die ein Mensch trifft, stark abhängig von seinem/ihrem äußeren Erscheinungsbild.

„Tut denn die Politik in Deutschland nicht genug für Flüchtlinge?“
Mit den neuen Asylverschärfungen, machen deutsche PolitikerInnen es den Geflüchteten aus sogenannten sicheren Herkunftsländern noch schwieriger. Diese Maßnahme, Länder wie Albanien oder den Kosovo als sicher zu bezeichnen, dient einzig dazu eine Rechtfertigung zu finden, Menschen in Not noch besser abschieben zu können. Und hierbei wird die Verantwortung der deutschen Politik für die Kriege im nahen und mittleren Osten vollkommen außen vor gelassen. Durch Waffenlieferungen nach aus Deutschland werden die Konflikte wie die in Syrien oder Afghanistan sogar erst mit ermöglicht und angeheizt.

Wir freuen uns auf euch!

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